Endstation-Suchtstation

Ohnmacht und Macht

Hallo da draußen in die weite Welt. Länger hat man leider nichts von mir gelesen. Liegt zum einen daran, dass ich nicht so wirklich die Zeit gefunden habe und zum zweiten mein Buch in Arbeit ist. Aber ich muss eich diesbezüglich leider vorerst Hoffnungen nehmen, es wird noch etwas Dauer, bis es veröffentlicht wird. Aber wo wir bei dem Thema "Buch" sind. Wer meine Facebook Seite "Alkohol? Nein, danke!" verfolgt, hat sicherlich gesehen, das ich Werbung für ein anderes Buch gemacht habe. Burkhard Thom hat sein Buch veröffentlicht "Alkohol - Die Gefahr lauert überall". Auf seiner Homepage www.Burkhard-Thom.de findet ihr alle Infos über dieses Buch. Wer sich dafür interessiert, sollte es sich bestellen. Ich unterstütze sowas gerne, alleine schon, weil es wenig solche Bücher gibt und es Mutig ist, offen darüber zu sprechen. Sich nicht zu schämen und aufzuklären, in die Öffentlichkeit zu treten und zu erreichen. Gute Sache.

Mir geht es einigermaßen gut. Mittlerweile habe ich aufgehört die Tage zu zählen. Die letzten Tage hatte ich einen leichten "Durchhänger" und tatsächlich auch Gedanken, abzubrechen. Gestern habe ich Bewusst die Hilfe der Gruppen Therapie gesucht und über meine Sorgen und Gedanken gesprochen. Es war sehr gut und ich habe festgestellt, dass ich eben nicht Machtlos bin und Ohnmacht in mir hatte. Ich habe Bewusst Macht über mich übernommen, indem ich darüber gesprochen habe und mir aktiv Hilfe gesucht habe. Es tat verdammt gut und ich könnte spüren, wie der Druck abfiel. Ja, alles was ich tue, Bedarf einer Entscheidung. Nur ich kann mich entscheiden und auch nur ich bin das Problem, wenn ich dies nicht tue und vor mir herschiebe. Auseinandersetzung. Aktiv handeln und Verantwortung übernehmen. Ich musste mir einen kurzen Moment klar machen, was mein Ziel ist. Einiges wurde mir plötzlich klar und die Gedanken, eines Abbruches verblassen immer mehr. Durchhalten und Arbeiten, statt Weg zulaufen. Mutig bleiben und auch offen seine Ängste eingestehen. Klar, ich habe mich auf eine neue Beziehung eingelassen, mit Kinder. Es ist alles schön, anders wie es davor gewesen ist. Ich werde unterstützt und tatsächlich vertraue ich seit langem, voll und ganz. Aber die Angst, zu verlieren, ist eben da. Erinnerungen an die Vergangenheit.

Ich habe angefangen, mich mit dem zufrieden zu geben, was ich heute besitze. Ich darf jedes Wochenende nachhause. Meine Freundin kommt mich oft Besuchen und wir unternehmen was, in meiner Freizeit. Bald gehe ich in die ambulante Tagesklinik. Ich tue viel für mich. Gehe in die Stadt, mache Sport, koche und bringe Ideen rein, nehme mir meine Auszeiten und habe seit zwei Tagen mein Tattoo, was bereits seit mindestens fünf Jahren mein Wunsch gewesen ist. Sieht übrigens toll aus und wird mich an meine Zeit hier, erinnern. Mein Therapeut machte mir Bewusst klar, das ich nicht Machtlos bin. Ganz im Gegenteil. Ich komme nachvorne und nehme die Therapie ernst und arbeite an mir. Alleine für mich.

Es geht Bergauf, auch wenn ich manches noch bearbeiten muss und es Dinge gibt, wo ich mich leider noch mit Ausseinandersetzen muss. Es wird. Gestern schrieb mir Anna, das erste mal, habe ich es locker gesehen und ohne Anspannung. Ich habe damit endlich abschließen können, genauso wie mit der anderen Geschichte. Mir ist klar, dass ich das ohne die Therapie, niemals geschafft hätte. So manches, wäre ein "Schein" geblieben und ein wackeliges Gerüst. Ich kann an dieser Stelle, jedem empfehlen, eine Therapie zu machen, für die, die ein Suchtproblem haben.

So. Heute steht nicht viel auf dem Plan, es wird etwas ruhig. Schade das dass Wetter mehr Herbstlich und verregnet ist, statt Sommerlich und Warm. Nächste Woche habe ich Geburtstag, da wird die Sonne scheinen. Aber im Grunde scheint sie jeden Tag.

4.8.16 08:28

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