Endstation-Suchtstation

Über

Ja ich bin Suchtkrank. Ich bin Alkoholiker. Süchtig nach einer Droge, die wir überall, an jedem Kiosk, an jeder Tankstelle, in jedem Supermarkt, und in jeder Kneipe bekommen können. Ich war in einer Suchtklinik und mochte mit anderen mein erlebtes teilen. Was es heisst Alkohol, als Suchtstoff zu konsumieren. Ist es wirklich nur ein Spass und etwas "normales"? Was macht der Alkohol mit uns? Warum trinken wir überhaupt? Ich erzähle die Tage meines Entzuges, wie mein Leben weiter geht und wie ich den Kampf gegen den Alkohol angehe und durchlebe. Um alle Personen in diesem Blog und in meinem Buch zu Schützen, sind Namen, sowie Orte frei erfunden. Alle Erzählungen entsprechen der Wahrheit. Ich schreibe meine Gedanken und meine Gefühle. Wie ich die Tage erlebe. Ich nutze das "Medium" schreiben, als meine Selbsttherapie und versuche offen mit meiner Erkrankung umzugehen, sowie anderen Menschen Mut zumachen. Etwas zu verändern und zu verdeutlichen!

Alter: 27
 


Werbung




Blog

Die Freiheit

Nach langer, wirklich langer Zeit, dachte ich mir heute, ich setzte mich mal einen Moment hin und schreibe etwas. Tatsächlich wird es irgendwie mal wieder Zeit. Heute bin ich neununddreißig Tage in "Freiheit". Trocken, wohl gemerkt. Wobei ich seit ca. fünf Monaten in Abstinenz lebe. Naja, wenn ich nun sagen würde, mir fehlt rein gar nichts, dann muss ich tatsächlich etwas Lügen.

Irgendwie, ist der Gedanke an Alkohol, zwischendurch sicherlich nicht weit entfernt und da denke ich schon, das ein Glas oder eine Flasche nicht schlimm sei. Gerade zur Zeit, wo wirklich viel Stress um mich herum herrscht, ist dieser Gedanke des Öfteren da. Na klar, ich vergesse leider nicht, dass der Alkohol eben auch eine Medikamentöse, somit beruhigende Wirkung hatte. Aber ich mache mir auch nichts vor, ich weiß ganz genau, dass es nicht bei einer Flasche oder einem Glas bleiben würde und ganz bestimmt, ist mir klar, dass ich Alkoholkrank bin. Was das heißt, weiß ich genau. Egal ob ein Schluck oder ein Glas, es wäre ein Rückfall, den ich sicherlich vorher Bremsen kann. Auch wenn mir sicherlich genauso klar ist, dass der Alkohol jederzeit irgendwo lauert und die Sucht in allen schwierigen oder stressigen Situationen mit mir spricht, kann ich selber Ruhe bewahren und immer noch selber über mich Entscheiden. Also einen anderen Weg suchen.

Stress ist allgemein ein großes Thema. Ich wurde nach fünfzehn Wochen entlassen und startete direkt in den Beruf, ohne irgendeine Eingliederung. Leider erwischte mich in der neuen Firma ziemlich schnell eine Krankheitswelle, sodass ich mehr oder weniger, die meiste Arbeit auf meinen Schultern tragen musste. Ich denke das machte viel aus, dass ich natürlich irgendwo unzufrieden war, auch wenn ich froh über die neue Stelle gewesen bin. Aber so, hatte ich mir das alles sicherlich nicht vorgestellt. Aber auch hier gibt es wieder eine Umstellung. In der selben Firma, Wechsel ich in eine andere Abteilung und dort, hoffe ich, wird es etwas ruhiger. Jedenfalls ab Dezember, den bis dahin habe ich ganze zwölf Stunden Dienst. Familien Leben ist also bis dahin, mehr oder weniger, futsch. Wie gesagt, ab Dezember normalisiert sich hoffentlich einiges. Heute genieße ich meinen Freien Tag, bis Montag, darf ich mich ausruhen und auskurieren, denn jetzt hat mich die Krankheitswelle genauso getroffen.

 Familien Leben, so wie ich es eben kurz angeschrieben habe, gibt es. Es gibt eben auch dort, höhen und tiefen. Manchmal ist es meine Unzufriedenheit, manchmal ist es der Stress um mich herum und an anderer Stelle, sieht es bei mir Finanziell noch nicht so goldig aus. Leider ist eben durch meine Trinkerei, so einiges hängen geblieben. Aber ich denke, das mir dieses Familien leben gut tut, auch wenn ich manchmal schreiend weglaufen könnte, so hält es mich aber doch am leben. Natürlich lebe ich für mich alleine, aber ich denke, wenn ich ganz alleine wäre, sähe einiges schon wieder ganz anders aus. Durch die Familie, vergesse ich ganz oft den Alkohol, auch wenn ich trotzdem manchmal daran denke. Aber eben weniger.

Ich denke, dass ich hier einen festen halt habe, man sich gegenseitig unterstützt und selbst dann, wenn es eben malschief läuft. Es wird nach Lösungen gesucht und nicht wie zuvor, fallen gelassen und nach dem Motto "Kaputt, was neues" gearbeitet. Jeder Mensch hat seine "Macken", seine höhen, seine tiefen, sein Temprament und seinen Charakter. Jeder lebt, jeder liebt und jeder ist sich selbst. Oder etwas nicht? Vielleicht sehe ich auch alles etwas anders, manchmal sage ich etwas, was ich vielleicht nicht so gemeint habe. Ich denke viel und sehe Dinge, die kommen, die andere noch nicht sehen. Natürlich habe ich da mein "Helfersyndrom". Ich tue was und wo ich kann, wobei ich damit oft selber in Stress Situationen gerate, eben, weil ich mich vergesse.

Ich möchte nicht sagen, dass es nur ein Suchtkranker, schwer im leben hat. Sicherlich nicht. Ich bin auch ganz bestimmt nicht der einzige Mensch in diesem Universum, der Sorgen und Probleme hat. Vielleich beschwere ich mich manchmal auf einem viel zu hohen Niveau. Das mag sein. Ich reflektiere mich aber, immer und immer wieder. Somit weiß ich, was mir gut tut und was mir nicht gut tut. Ich kann hier sehr gut Unterschiede machen und habe heute, keinerlei Probleme damit, ohne Vorwarnung auszusortieren. Aber ich prüfe vorher, ob es tatsächlich so ist. Ich Verurteile niemanden und genauso wenig gebe ich irgendwem, irgendeine Schuld, an irgendwas. Verurteilen, liegt nicht in meiner Macht, genauso wenig wie Schuldzuweisungen. Dafür gibt es andere Menschen.

Tja.So lebe ich also. Mal so und mal so, aber eben Trocken. Wartend darauf, dass meine Nachsorge beginnt und ich morgen nach langer Zeit endlich wieder in meine Selbsthilfegruppe kann. Denn eines ist klar, bevor ich trinke, werde ich alles versuchen, dass es nicht dazu kommt. Werkzeuge dazu habe ich genug. Davon ab, manchmal, ist es fast vollkommen "Normal" nichts zu trinken. Mein Umfeld? Trinkt auch nicht. Außer vielleicht im Sportverein. Aber ansonsten, versuche ich, so gut wie es geht, Kneipen und Bars, Discos und Partys zu vermeiden. Bis jetzt klappt es.

Vielleicht sollte ich einfach meine Vorfreude auf meinen endlich ersehnten Urlaub legen. In sechs Wochen ist es soweit. Mein Weihnachtsgeschenk. Mit der ganzen Familie, über Silvester in die Sonne. Hab ich auch noch nie gemacht, aber irgendwann, ist eben immer das erste mal. In allem.  

Der Alltag

Wer glaubt, das der wechsel in die Tagesklinik einfach wäre, den muss ich aus meiner Sicht enttäuschen. Einfach ist es absolut nicht und schon gar nicht, wenn man Familie hat und in den Alltag zurück kehrt. Trotzdem sehe ich es nicht negativ oder bereue gar den Schritt gegangen zu sein. Im Gegenteil. Es ist eine gute Übung, in den Alltag zu finden und im Hintergrund die Klinik zu haben.

Der Ablauf in der Klinik ist klar strukturiert. Um 08:00Uhr beginnt der Tag und endet um 17:00Uhr. Ich habe wenig Zeit, die ich für mich in Ruhe nutzen kann. Den neben der Arbeitstherapie, fallen andere Dinge, zwischendurch an. Somit bleiben die Einzel- und Gruppensitzungen, neben den anderen Ämter. Seit drei Wochen würde ich von der Mehrheit, in den Patientenbeirat gewählt, der nicht immer eine leichte Aufgabe hat. Man ist immer Ansprechpartner und muss stetig in die Ausseinandersetzung mit Patienten und Therapeuten gehen. Natürlich eine Verantwortungsbewusste Aufgabe, die ebenfalls mit viel Vertrauen und Ehrlichkeit zutun hat. Gut für mich. Den in der Zeit, wo ich hier bin, durfte ich lernen, mich auseinanderzusetzen, Verantwortung über mich zu übernehmen und genauso, ehrlich zu sein. Gewisse Dinge, sofort anzusprechen. Auch sehe ich viele Dinge kritischer und hinterfrage viel. Ja. Ich stehe endlich wieder Selbstsicher und Selbstbewusst, mir selber gegenüber. Stecke den Kopf nicht in den Sand, auch wenn mir manchmal danach wäre. Aber letztlich, bringt es mich nicht weiter, in Situationen, die schwierig und unangenehm sind, aufzugeben und davon zu rennen. Klar ist, dass alles was mir nicht gut tut, mir letztlich Schaden wird. Egal ob es gewisse Menschen sind oder Situationen. Ohnmacht, heißt machtlos zu sein. Dabei ist es nicht so. Ich übernehme bereits Macht, wenn ich offen über Dinge spreche, die mich in diese machtlose Situation bringen. Es gibt genug, was man wirklich verändern kann, wo man zuvor glaubte, es sei nicht so.

Es fühlt sich für mich gut an, positive Erfahrungen zu machen, indem man sich nicht versteckt, sondern Lösungsorientiert denkt und handelt. Übung macht den Meister. Der Alkohol, oder eher die Sucht, ist ein ständiger Geist im Nacken. Natürlich versucht sie in allen schwierigen Situationen, mir den Alkohol schmackhaft zu machen. Sie sucht nach der Aufmerksamkeit, die ich ihr gab, als ich getrunken habe. Als ich nach Liebe und Entlastung suchte. Meinen Stress versuchte abzubauen und alle Probleme ertränken konnte. Heute habe ich die Sucht, als einen Schatten akzeptiert, das musste ich, weil ich verstanden habe, das dieser Schatten, mein lebenlang bleibt. Aber ich lerne, meinen eigenen Weg zu gehen.

Der Alltag ist schwierig und es gab sicherlich einige Konflikte. Zuletzt bekam ich vor knapp einer Woche einen Trinkdruck, der mich von der einen in die nächste Sekunde umhaute. Sicherlich, bedingt durch den Stress. Ich war mit meiner Familie auf einer großen Kirmes. All die Bierbuden, Sekt-und Weinstände, triggerten mich zusätzlich, zu dem Alltags Stress. Natürlich war ich total erschrocken. Der Schweiß lief mir den Rücken herunter, in mir breitete sich eine gewaltige Unruhe aus. Ich suchte mir eine relativ ruhige Ecke, zwischen zwei Imbissbuden und besorgte mir eine halbliter Flasche Wasser. Ich trank sie auf Ex und roch kurz danach an meinen Fläschchen Ammoniak. Ich zitterte am ganzen Körper und meine Freundin Petra wusste nicht was los war. Ich reagierte sehr angespannt und Agressiv, bevor ich mich aufraffen konnte und auf das nächst beste Fahrgeschäft zusteuerte. Ich wusste, ich muss irgendwas machen, aber ich wollte die Kirmes nicht verlassen. Tatsächlich, hielt es knapp fünfzehn Minuten an und endete mit einer Runde “Breakdance”. Mein Notfallplan hat funktioniert und ich war verdammt Stolz auf mich. Natürlich erklärte ich meiner Freundin, was passierte und entschuldigte mich.

Ich sage mir, das es die beste Entscheidung gewesen ist, die Langzeittherapie zu machen. Es fordert viel Mut und die eigene Bereitschaft dazu, nur so, kann man eine Veränderung eingehen. Ich habe mich in vielen Dingen verändert, auch wenn ich heute, manchmal immer noch Impulsiv bin und mir manches zu sehr auf meine Seele baue. Aber ich bin mir meiner Arbeit noch nicht Fertig und wachse ebenso weiter. Ich hoffe das sich in dieser Woche, noch einiges regelt. In zwei Wochen ist meine Therapie, jedenfalls hier in der Klinik zuende. Dann beginnt der Alltag, ohne Unterstützung. Aber auch das werde ich schaffen, den ich glaube an mich. Das zählt doch!

Der Platz in der Tagesklinik

Heute bin ich seit knapp zwei Monaten hier in der Klinik. Es ist einiges in der Zeit passiert, es waren schöne Dinge, es waren aber auch schlechte.

 

Nachdem ich in der letzten Woche meinen Geburtstag, gleich zweimal feiern durfte, verbrachte ich auch ein schönes Wochenende zuhause. Aber wenn ich direkt einmal bei meinem Geburtstag bleibe, erzähle ich euch zuerst davon. Nachdem ich bereits geschrieben hatte, vergaß mich die Klinik, allerdings nicht die Patienten. Bereits morgens bekam ich die ersten Glückwünsche und verbrachte den Vormittag auswärts, im örtlichen Eiscafé, mit einer Tasse Cappuccino. Es war nett, obwohl ich sicherlich gerne Zuhause gewesen wäre. Auf der anderen Seite war es sicherlich ein gutes Gefühl, nicht verkatert zu sein und den Tag trocken zu erleben. Leider spielte das Wetter nicht so mit, es war grau und nass. Auch meine Ex-Freundin Anna, gratulierte mir, mit einer Rechnung, von angeblich nicht bezahlter Miete und irgendwelchen offenen kosten. Aber selbst über diese absurde Beschuldigung, versuchte ich mich nicht irritieren zu lassen. Sicherlich erinnert ihr euch an diese Zeit und ich schrieb auch zwischendurch, die Vorgeschichte und ihren Rauswurf, der mit meiner kurzen Obdachlosigkeit hereinging. Aber lassen wir das Thema.

 

Nachmittags bekam ich jedenfalls Besuch von meiner Familie. Wirklich Überraschen und in dem Moment, wo meine Mutter draußen auftauchte, machte ich mich gerade los, in die Stadt. Leicht bestürzt davon, dass niemand aus meiner Familie kommen würde. Umso größer war natürlich meine Freude. Auch meine Freundin, Oma und Hans, sowie ein Kumpel kamen dazu. Im ernst, es war wirklich toll, auch wenn ich mich gerade ziemlich „Sachlich“ anhöre. Zwar war es nur eine kurze Zeit, aber eine, die mir kraft gegeben hatte. Zudem bekam ich eine super tolle Torte, selbstgemacht und mit viel Liebe. Das Ganze setzte ich dann letzten Samstag zuhause fort und grillte bei schönen sonnigen Wetter. Na klar, auch da waren es kurze Momente, an denen man merkte das die Gewohnheit noch Bestand hatte und der Alkohol kurz nach mir rief. Diese Situation verließ ich einfach und machte für einen Moment etwas vollkommen Anderes. Eben auch das, was ich hier in der Klinik lernen konnte.

 

Verabschiedungen sind nie wirklich meins. Der Sonntagabend, war vielleicht vom Wetter klar, aber vom Kopf sicherlich nicht. Ich war genervt, davon, wieder zurück zu müssen, traurig, nicht den Sonntagabend, ausklingen zu lassen. Wieder weg von zuhause und zurück in die Klinik, wo ich an einem Punkt angelangt bin, dass mir im Grunde alles auf den Nerv geht. Es flossen leichte tränen und ich ging in das Haus hinein, ohne mir anmerken zu lassen, dass auch bei mir ein paar Tränen laufen wollten. Ich machte mir Mut und wusste, das sich in dieser Woche das Problemlösen lässt und ich den nächsten Schritt gehe, was meine Therapie betrifft: Tagesklinik.

 

Es hat für mich einen großen Wert. Nicht nur der, dass ich täglich wieder zuhause sein darf, in meinem Bett schlafe und für mich alleine sorge, sondern auch der, mich an mein Zuhause zu gewöhnen, nicht nur als „Urlaubs-Wohnung“ nutze. Dort wo ich täglich neue Kraft tanken kann um in meiner Therapie weiter Fortschritte zu machen. Natürlich bleibt auch der Beziehungsaspekt, auch weil die Verabschiedungen, immer schlimmer werden und mich selber enorm belasten. Ich möchte mich an manche Dinge neu gewöhnen und anderes aufgeben. Nachdem ich dann heute den Termin bekommen habe und dieser erst am 29. August gelegt wurde, war ich doch irgendwo enttäuscht.

 

Mein Wunsch Termin wäre eine Woche früher gewesen, die Enttäuschung liegt darin, dass der besagte Termin von meinem Therapeuten kam und man mir sicherlich hätte entgegenkommen können. Einen Kompromiss machen. Wahrscheinlich denkt ihr nun, ich würde spinnen. Das tue ich allerdings ganz und gar nicht. Immerhin warte ich bereits seit drei Wochen darauf und ich denke, dass auch ich als Patient, solche Dinge mit abstimmen sollte. Der Grund liegt darin, das ich gestern endlich den Schritt gewagt habe, meinen Insolvenzanwalt anzurufen um mit ihm nach der Therapie einiges zu klären, welches Positiv ausgegangen ist. Genau diese positive Erfahrung, soll ich bis zum Wechsel in die Tagesklinik, verarbeiten und auf mich wirken lassen. Sicherlich steckt seitens der Therapeuten auch die Gefahr eines Rückfalls dahinter. Aber auch das finde ich völlig übertrieben. Andererseits, fand mein Therapeut meine Enttäuschung nicht ok. Naja, ich könnte auch aus dem „Nähkästchen“ plaudern und über manche Zustände in der Klinik plaudern, da sehe ich nämlich mehr Rückfall gefahren, als wie zuhause. Hätte man mir einen Kompromiss angeboten, wäre ich sicherlich nicht Enttäuscht gewesen, allerdings blieb ich enttäuscht, als man mir signalisierte, den 29.August oder gar nicht. Naja. Mir bleibt jedenfalls nichts Anderes übrig, als bis dahin noch durchzuhalten. Ein Abbruch an dieser Stelle, wäre keine gute Lösung. Also geht es von morgen bis Samstag wieder nachhause und dann steht eine erneute Verabschiedung auf dem Programm.

 

Ich bereue sicherlich nicht die Therapie und ich kann sie jedem nur empfehlen. Sie hat mich weit gebracht und das ist was an erster Stelle zählt, allerdings muss ich auch dazu sagen, dass es meine erste und letzte Therapie sein wird. Wichtig in der Therapie ist es, grundsätzlich bei sich zu bleiben. Nicht auf andere zu schauen. Das birgt Gefahren. Es geht immerhin um mein Problem und nicht um das der anderen, auch wenn es irgendwo Egoistisch klingt. Aber auch in der Welt draußen, ist es so. Gesunder Egoismus, ist nicht verkehrt. Sich Auseinandersetzen mit unangenehmen Dingen, ebenso. Das habe ich gestern festgestellt und letztlich hat es sich gut angefühlt, etwas zu erreichen, was positiv für mich ist. Ich bin noch weit am Anfang und es gibt noch einige Baustellen, die sich nicht „mal eben“ in Luft auflösen. Irgendwann wird der Tag kommen, da werde ich über viele Dinge lächeln und zurückblicken. Ganz sicher.

 

Es bedeutet immer arbeiten, für seine Ziele. Selber etwas dafür tun. Den Moment genießen. Positive Erfahrungen machen, aber auch aus Negativen lernen. Schlecht gelaunt sein und sich dafür nicht zu schämen. Es auf sich wirken zu lassen und am nächsten Tag, neu durchzustarten. Erfolg ist kein Glück. Erfolg ist Arbeiten und sich mit sich auseinanderzusetzen. Glück, haben wir alle in uns. Wir entscheiden jeden Tag neue Dinge. Jeder einzelne. Die Entscheidung beginnt schon morgens damit, ob ich den Wecker ausmache und weiterschlafe, oder den Wecker wahrnehme und aufstehe. Am Abend entscheide ich wieder, wann und ob ich schlafe. Genauso liegt es an mir, ob ich heute entscheide Glück zu haben oder Blind durch das Leben zu rennen. Ich. Nur Ich!